18.08.2020

Der Wollschweber – eine als Biene getarnte Fliege

Sieht aus wie eine Biene, ist aber eine Fliege. Und zwar eine Böööse.

Denn die Larven fressen zuerst den mühsam gesammelten Pollenvorat in den Brutzellen von Wildbienen, danach bringen sie auch die Bienenlarve um und saugen sie aus.

Ein Wunder sind sie aber trotzdem: Die Weibchen werfen ihre Eier in Richtung der im Boden liegenden Brutzellen der Wirtsbienen. Die Larven schlüpfen und kriechen in die Zelle, bevor die Biene den Eingang verschließt. Das muß schon Timing sein. Dann brauchen sie für den Pollenvorat und danach für die Larve zwei völlig verschiedene Mundwerkzeuge: Durch eine Häutung legen sie sich ihr neues Gebiss zu.

Am Ende würde die geschlüpfte Fliege in der Brutzelle eingesperrt krepieren – wenn sie nicht als Puppe beweglich und an einem Ende mit Grabewerkzeugen ausgestattet wäre.

Also – so viele Tricks nötigen doch Respekt ab. Auch wenn für jeden Wollschweber eine Biene dran glauben mußte.

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