• Slide Mutig – Das rettende Ziel vor Augen SPIELGÄRTEN Slide SPIELGÄRTEN Strukturiert – Der Garten als dritter Erzieher Slide SPIELGÄRTEN Faszinierend –
    Dem Wasser
    einen Weg geben
    Slide SPIELGÄRTEN Vielfältig –
    Spielangebote
    für jedes Alter
    Slide SPIELGÄRTEN Beliebt – Bekletterbare Höhlen auf kleinem Raum Slide SPIELGÄRTEN Durchdacht – Spielgärten als Unterstützung für gelingende Pädagogik Slide SPIELGÄRTEN Behaglich – Backen, Kochen, Ratschen Slide SPIELGÄRTEN Eindrucksvoll –
    Brücken und Stelzenhäuser
    Slide SPIELGÄRTEN Stolz – Schau mal,
    was ich schon kann
    Slide SPIELGÄRTEN Versonnen –
    Manchmal spiel ich lieber ganz allein
    Slide SPIELGÄRTEN Ausdauernd – Endlich habe ich es geschafft Slide SPIELGÄRTEN Auffordernd – Rennen, klettern, toben – Zuschauen, ausruhen Slide SPIELGÄRTEN Begreifend – Angebote für kleine Entdecker Slide SPIELGÄRTEN Kompromissbereit – Enge als soziales Lernfeld Slide SPIELGÄRTEN Holprig – Wer balancieren kann, stolpert weniger Slide SPIELGÄRTEN Unternehmungs
    lustig – Auf Rundreise durch den Kindergarten
    Slide SPIELGÄRTEN Verlockend –
    Platz für Rollenspiele
    Slide SPIELGÄRTEN Staunend – Aber wer sorgt für Nachschub? Slide SPIELGÄRTEN Unerschrocken –
    Wo lauert das nächste Abenteuer?
    Slide SPIELGÄRTEN Puristisch –
    Wenn das Budget nicht mehr zulässt
    Slide SPIELGÄRTEN Gestärkt – Körperlich, sozial, mental.

Spielwert und Spielrisiko

Ein durchdachter Spielgarten bietet Kindern Spaß und Freude am Spielen, er stillt ihre Abenteuerlust. Kalkulierbare Risiken erweitern den Erfahrungsschatz – ohne ernste Gefahr für Leib und Leben. Die größte Gefahr auf einem Spielplatz sind gelangweilte oder unterforderte Kinder. Sie suchen sich neue „Herausforderungen“, die häufig ein hohes Gefahrenpotential beinhalten.

Ein gewisses Risiko ist wesentlicher Bestandteil des Spielens und für die kindliche Entwicklung unentbehrlich. Kinder werden befähigt, Risiken zu erkennen und ihre eigenen Grenzen einzuschätzen.

 

Was sagt die Norm?

Der Betreiber einer öffentlich zugänglichen Spielanlage ist für deren Sicherheit verantwortlich. Er muss die in DIN EN 1176 beschriebenen Sicherheitsstandards garantieren. Dafür muss er die Anlage regelmäßig kontrollieren und warten (lassen).

Aber auch die Normengeber wissen, dass nicht alle Risiken ausgeschlossen werden können (und müssen).

 

Spiel mit Risiko ist lebensnotwendig

„Aus deutscher Sicht sind die sicherheitstechnischen Festlegungen für Spielplatzgeräte so formuliert, dass eine 100%ige Sicherheit auf Spielplätzen nicht ableitbar ist. Als überschaubare Restrisiken werden Verletzungen in Kauf genommen, wie sie auch im Sport (Freizeitsport und Schulsport) eintreten können. In der Rechtsprechung ist der Begriff ‚sportlich-spielerisches Risiko‘ geprägt worden.

Die Risiken des Lebens müssen von Kindern erlebbar, erlernbar und damit beherrschbar sein.

Spiel mit Risiko ist somit lebensnotwendig.

Wenn man Beispiele bildet wie ‚blauer Fleck‘ usw., legt man die Schwelle zu niedrig. Im Sport gebt es wesentlich stärkere Verletzungen wie Zerrungen, Brüche von Fuß, Bein, Arm – ja sogar Gehirnerschütterungen. Letztere können durch stoßdämpfende Böden nur eingeschränkt und abgemildert, nie aber ausgeschlossen werden.

Spielabläufe sind übersichtlich zu gestalten und dienen dazu, das kindliche Eigenschutzverhalten zu fördern.“

(DIN EN 1176 Beiblatt 1::2009-01 – Allgemeines)

Balance zwischen Sicherheit und Nutzen

aus: DIN EN 1176-1:2008 – Einleitung

Die Risikoakzeptanz ist ein wesentlicher Gesichtspunkt von Spielangeboten und von allen Umgebungen, in denen Kinder erlaubtermaßen ihre Zeit mit Spielen verbringen. Spielangebote zielen darauf ab, den Kindern Gelegenheiten zu bieten, annehmbaren Risiken zu begegnen, die als Teil einer stimulierenden, herausfordernden und kontrolliertes Lernen bietenden Umgebung anzusehen sind. Das Spielangebot sollte darauf abzielen, die Balance zu halten zwischen der Notwendigkeit, Risiko anzubieten und der Notwendigkeit, das Kind vor schwerwiegenden Verletzungen zu schützen.

Die Grundsätze des Sicherheitsmanagements sind sowohl für Arbeitsplätze im Allgemeinen als auch für Spielangebote anwendbar. Die Balance zwischen Sicherheit und Nutzen ist jedoch unterschiedlich in den zwei Bereichen. Beim Spielangebot kann es nützlich sein, einem gewissen Grad von Gefahr ausgesetzt zu werden, da es ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis befriedigt und den Kindern die Gelegenheit gibt, in einer kontrollierten Umgebung etwas über Gefahren und ihre Folgen zu lernen.

Unter Berücksichtigung der Eigenarten des kindlichen Spiels und der Art, wie Kinder vom Spielen auf dem Spielplatz hinsichtlich ihrer Entwicklung profitieren, müssen Kinder lernen, mit Risiken fertig zu werden, und das kann auch zu Prellungen, Quetschungen und sogar gelegentlich zu gebrochenen Gliedmaßen führen.

Das Ziel dieser Norm ist es, in erster Linie Unfälle zu verhindern, die zu Behinderung oder Tod führen, und in zweiter Linie, schwerwiegende Folgen zu mildern, die durch gelegentliches Unglück verursacht werden, was unausweichlich passiert, wenn Kinder darauf aus sind, das Niveau ihrer Leistungsfähigkeit zu erweitern, sei es sozial, geistig oder körperlich.“

(DIN EN 1176-1:2008 – Einleitung)